Ich bin bereits zum zweiten Mal während der Tour in einen Regenschauer gekommen. Zwar trage ich meine dicke Winterbekleidung, aber Nässe und Kälte dringen langsam auch dort durch. Die Brille ist beschlagen, durch die Regentropfen sehe ich alles leicht verschwommen. Aber ich bin entschlossen, die geplante Runde zu Ende zu fahren. Gerade habe ich die Hälfte hinter mich gebracht, als ich beim Treten ein unsicheres Schwimmen verspüre - Plattfuß am Hinterrad!
Der Regen hat mittlerweile aufgehört, aber das Rad ist vollkommen verdreckt. Einen Schlauch auszutauschen kann unter solch widrigen Bedingungen schwierig werden - feine Sandkörner und Schmutz geraten zwischen Decke und Schlauch, nach einigen Kilometern kann der nächste Plattfuß folgen. Vorbeifahrende Rennradfahrer fragen kurz an, ob alles in Ordnung sei, ich bedanke mich und mache mich an die Arbeit. Doch da hält ein Wagen, der Fahrer fragt, ob er mich nach Hause bringen könne, ich stimme gleich zu, mit Blick auf die nächste Wolkenfront am Himmel. Das Auto ist geräumig, hinten drin ruht ein größerer Hund, für mein Rad findet sich noch Platz.
Wir fahren los, kurze Zeit später regnet es wieder, durchsetzt mit Graupelschauern. Zwanzig Minuten und eine nette Konversation später bin ich zuhause! Schön, dass es noch nette Menschen gibt!
Nachtrag:
Ich habe heute den Reifen untersucht und bin fündig geworden: Ein winziger Metallsplitter, Länge ca. 3 mm steckte im Reifen. Ich hätte ihn vor Ort wahrscheinlich nicht gefunden und hätte vermutlich nach einigen Kilometern wiederum mit Panne am Straßenrand gestanden.